Montag, 5. November 2007
Im Schlaf heilt die Seele
Ich schlafe gut. So gut, dass meine Träume mit dem Schlaf verschwinden. Aber letzte Nacht träumte ich wieder von dir:

Die Sonne scheint, das Wetter ist großartig. Wir sitzen zusammen und ich bin glücklich, bei dir zu sein. Dann fällt mir ein, dass ich dir noch die Schlüssel zu deinem Auto zurückgeben muss. Aber nein, das ist ja beim Nachlass schon angegeben. Lawinenartig purzeln die Gedanken über mich. Die Beerdigung ist schon gewesen, die Testamentseröffnung wird bald sein. Hat man einen Fehler gemacht und die bist nicht tot? Nein, nicht möglich. Ich habe ja bei dir gesessen, als du gestorben bist. Ich sehe dich an, liebevoll und wissend lächelst du und verschwindest du. Ich bin allein.

Mit einem wehmütigen Lächeln im Herzen bin ich aufgewacht.

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Samstag, 3. November 2007
Unter der Erde
Parkhäuser und ich. Funktioniert einfach nicht. Hab immer ein ungutes Gefühl beim Reinfahren. Alles eng, viel zu viele Autos und diese gespenstische Architektur.

Samstag nachmittag. Idiotisch, klar, aber ich fahre trotzdem zum neuen, schicken, rostroten Shopping-Center. Bin ja grad in der Gegend. Ich bilde mir sonst einiges ein auf meinen Orientierungssinn und die allgemeine Wahrnehmungsgeschwindigkeit. Nach einigem Kurven kapituliere ich, das Schild "Weitere Parkplätze" habe ich aus den Augen verloren. Also rausfahren. Man lässt mich nicht, ich hab ja schließlich nicht bezahlt. Der junge Mann bittet mich zur Parkhausaufsicht und nimmt mir einen Euro ab. Auf meinen kleinlauten Hinweis, dass ich keinen Parkplatz gefunden habe, meint er "Hier sind doch viele Parkplätze frei. Da drüben zum Beispiel, wo gerade der Mini Cooper reinfährt."

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